Kurkuma - Die unterschätzte Heilpflanze

Kurkuma Knolle

Kurkuma - Die unterschätzte Heilpflanze


Name Deutsch: Kurkuma



Name Englisch: Turmeric



Name Französisch: Curcuma



Name Italienisch: Curcuma



Stammpflanze: Curcuma longa L. und  C. xanthorrhiza Roxb.



Pfanzenfamilie: Zingiberaceae



Namenserklärung Griech./Lateinisch: Der Gattungsname „Curcuma“ bezieht sich auf das altindische „kunkuman“, das mit «Safran» übersetzt und im Mittelindischen zu „kurkuma“ wurde. Safran wegen der Farbe des Wurzelstocks. Der Artname „longa“ bezieht sich auf die langen Nebenwurzelstöcke, derjenige von „xanthorrhiza“ wird vom griechischen „xanthos“ = gelb und „rhiza“ = Wurzel abgeleitet.



Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock



Ursprung: Indien, China, Malaysia,  Indonesien, Afrika, Madagaskar.



Sammelzeit: Ernte: Wenn der Stängel  mit Blatt welkt.



Inhaltsstoffe: Beide Arten pharmakologisch im Wesentlichen identisch: Curcuma longa enthält die nichtflüchtigen gelben Farbstoffe Curcuminoide wie Curcumin, Monodemethoxycurcumin 

und Bisdemethoxycurcumin.

Im Weiteren ätherisches Öl vom Sesquiterpentyp, das Tumeron, Curlon, Zingiberen, Atlaton, Curcumol sowie Stärke. Curcuma xanthorrhiza enthält ebenso Curcuminoide wie Curcumin und monodemethoxylierte Derivate, ätherisches Öl wie Curcumen, Xanthorrhizol, b-Curcumen, Germacron, Turmeron sowie Stärke.

 

Wirkung: Regt Gallenproduktion und -fluss (cholagog) an. Schützt die Leber (antihepatotoxisch), wirkt entzündungshemmend vorwiegend im Verdauungstrakt (cortisonähnlicher Effekt). Hemmt in der Leber die Lipidperoxidbildung (antioxidativ). Ist für Tumorzellen zellschädigend (antitumoral) sowie antimikrobiell und immunmodulierend.



Anwendung: Innerlich: Bei Verdauungsbeschwerden (Magen, Leber, Pankreas, Dünndarm und Dickdarm) wie Blähungen, Krämpfe, Verstopfung im Wechsel mit oder ohne Durchfall. Bei Entzündung der Leber, bei überlasteter Leber (Alkohol, Medikamenten- und Drogenmissbrauch). Bei Wasser-ansammlung im Bauch aufgrund eines Leberpfortaderstaues (Aszites). Bei Kopfschmerzen aufgrund mangelhafter Nahrungsverwertung. Äusserlich: Bei Hautleiden (im asiatischen Raum und in der Ayurveda).

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